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Wir erläutern Ihnen die Details in einem persönlichen Gespräch.

FAQs – häufig gestellte Fragen

 

Hier finden Sie eine umfangreiche Sammlung von Antworten auf alle die BürgerEnergie Stuttgart eG betreffenden Fragen.

Wenn Sie mehr über die BürgerEnergie Stuttgart eG erfahren möchten oder Fragen haben, die hier nicht beantwortet werden, schreiben Sie uns eine eMail an
info(at)be-stuttgart(dot)de

I. Genossenschaft

I. Genossenschaft

1. Wann wurde die BürgerEnergie Stuttgart eG gegründet?

1. Wann wurde die BürgerEnergie Stuttgart eG gegründet?

Die „BürgerEnergie Stuttgart eG“ wurde am 20. Juni 2009 gegründet. Die Eintragung in das Genossenschaftsregister erfolgte am 03. September 2009, Sitz der Genossenschaft ist Stuttgart.

2. Was ist eine Genossenschaft?

2. Was ist eine Genossenschaft?

Eine Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von Personen, die gleiche oder ähnliche wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Interessen gemeinsam verfolgen und sich gemeinsam unternehmerisch betätigen. Der Charakter einer Genossenschaft wird mit den S-Prinzipien und Identitätsprinzip beschrieben.
Die S-Prinzipien bestehen aus Mitgliederförderung, Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Das Identitätsprinzip beinhaltet die Identität von Entscheidungsträgern, Geschäftspartnern und Kapitalgebern

3. Ist die Genossenschaft einem Dachverband angeschlossen?

3. Ist die Genossenschaft einem Dachverband angeschlossen?

Die BürgerEnergie Stuttgart eG ist Mitglied beim Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. (http://www.bwgv-info.de).

4. Ist die Genossenschaft von anderen Wirtschaftsunternehmen in irgendeiner Weise abhängig?

4. Ist die Genossenschaft von anderen Wirtschaftsunternehmen in irgendeiner Weise abhängig?

Die BürgerEnergie Stuttgart eG arbeitet geschäftspolitisch vollkommen unabhängig von anderen Unternehmen. Gemäß dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) ist der örtliche Netzbetreiber (EnBW) verpflichtet, den von der BürgerEnergie Stuttgart eG erzeugten Strom zu gesetzlich vorgeschriebenen Konditionen abzunehmen. Weitere Informationen zum EEG finden Sie unter www.erneuerbare-energien.de (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit).

5. Wie sieht die Organisation der Genossenschaft aus?

5. Wie sieht die Organisation der Genossenschaft aus?

Die Organe der Genossenschaft sind in der Satzung der BürgerEnergie Stuttgart eG beschrieben. Die Organe bestehen aus Vorstand, Aufsichtsrat und Generalversammlung. Der Vorstand besteht aus mindestens drei Personen, welche die Geschäfte der Genossenschaft in eigener Verantwortung führen. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat bestellt / abbestellt den Vorstand, berät und überwacht die Geschäftsführung des Vorstands. Die Mitglieder üben ihre Rechte in den Angelegenheiten der Genossenschaft in der Generalversammlung aus. Die Generalversammlung wählt den Aufsichtsrat. Zusätzlich zu den Organen der BürgerEnergie Stuttgart eG gibt es Arbeitskreise in den Kernbereichen Technik, Marketing und Finanzen, in denen sich Mitglieder aktiv beteiligen können.

6. Wie sehen die Kontrollinstrumente des Aufsichtsrats gegenüber dem Vorstand aus und wo sind diese geregelt?

6. Wie sehen die Kontrollinstrumente des Aufsichtsrats gegenüber dem Vorstand aus und wo sind diese geregelt?

Die Kontrollinstrumente ergeben sich aus § 18 der Satzung der BürgerEnergie Stuttgart eG:
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat mindestens halbjährlich, auf Verlangen auch in kürzeren Abständen, folgendes vorzulegen:
a. eine Übersicht über die geschäftliche Entwicklung der Genossenschaft im abgelaufenen Zeitraum anhand von Zwischenabschlüssen
b. eine Aufstellung über die Gesamtverbindlichkeiten der Genossenschaft einschließlich der Wechselverpflichtungen und des Bürgerschaftsobligos
c. eine Übersicht über die von der Genossenschaft gewährten Kredite
d. einen Unternehmensplan, aus dem insbesondere der Investitions- und der Kapitalbedarf hervorgeht
e. einen Bericht über besondere Vorkommnisse; hierüber ist vorab, falls erforderlich, unverzüglich der Vorsitzende des Aufsichtsrat zu verständigen.

7. Wie und wo ist die gegenseitige Kontrolle innerhalb des Vorstands geregelt?

7. Wie und wo ist die gegenseitige Kontrolle innerhalb des Vorstands geregelt?

Die gegenseitige Kontrolle des Vorstands ist in § 16 der Satzung der BürgerEnergie Stuttgart eG geregelt. Die Genossenschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten.
Bei Entscheidungen im Vorstand gilt das Vier-Augen-Prinzip.

8. Gibt es regelmäßige Termine für Generalversammlungen der BürgerEnergie Stuttgart eG?

8. Gibt es regelmäßige Termine für Generalversammlungen der BürgerEnergie Stuttgart eG?

Die Termine für eine Generalversammlung werden in § 27 der Satzung der BürgerEnergie Stuttgart eG geregelt. Die ordentliche Generalversammlung hat innerhalb der ersten sechs Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres stattzufinden. Außerordentliche Generalversammlungen können nach Bedarf einberufen werden.
Die Generalversammlung wird von dem Aufsichtsrat durch unmittelbare Benachrichtigung sämtlicher Mitglieder in Textform unter Einhaltung einer Frist von mindestens 2 Wochen einberufen.

II. Mitgliedschaft

II. Mitgliedschaft

1. Können Stiftungen, Firmen, Kommunen, Parteien oder andere Organisationen Mitglied der BürgerEnergie Stuttgart werden?

1. Können Stiftungen, Firmen, Kommunen, Parteien oder andere Organisationen Mitglied der BürgerEnergie Stuttgart werden?

Nach § 3 der Satzung können natürliche Personen, Personengesellschaften und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts, die ihren Wohnsitz, Betriebssitz bzw. ihre steuerliche Betriebsstätte in der Region Stuttgart haben, die Mitgliedschaft in der BürgerEnergie Stuttgart eG erwerben.
Die BürgerEnergie Stuttgart eG behält sich vor, Institutionen, die den Zielen der Genossenschaft schaden können, nicht aufzunehmen oder gegebenenfalls deren Mitgliedschaft zu beenden.

2. Kann ein Mitglied auch außerhalb der Region Stuttgart wohnen?

2. Kann ein Mitglied auch außerhalb der Region Stuttgart wohnen?

Das Ziel der Förderung von Erneuerbaren Energien in der Region Stuttgart und ein Engagement der Mitglieder vor Ort machen die Genossenschaft in erster Linie für Bürger in der Region Stuttgart interessant. Theoretisch können auch Personen Mitglied werden, die nicht in der Region Stuttgart ihren Lebensmittelpunkt haben. Im Einzelfall entscheidet der Vorstand über die Mitgliedschaft.

3. Kann man Anteile als Wertanlage für seine minderjährigen Kinder oder Enkel erwerben?

3. Kann man Anteile als Wertanlage für seine minderjährigen Kinder oder Enkel erwerben?

Erziehungsberechtigte können als Bevollmächtigte Genossenschaftsanteile für Kinder erwerben. Die Bevollmächtigten üben bis zum Erreichen der Volljährigkeit das Stimmecht stellvertretend für das Kind aus. Für Großeltern und andere Verwandte gibt es diese Möglichkeit nur, wenn sie das Sorgerecht für das Kind ausüben.

4. Wie viele Stimmen habe ich als Mitglied?

4. Wie viele Stimmen habe ich als Mitglied?

Jedes Mitglied hat eine Stimme unabhängig von der Anzahl der gezeichneten Anteile.

5. Wird eine aktive Mitarbeit ( wie z.B. in Vereinen) erwartet?

5. Wird eine aktive Mitarbeit ( wie z.B. in Vereinen) erwartet?

Eine Mitarbeit der Mitglieder ist kein Muss. Wir freuen uns jedoch über jedes Mitglied, welches die (noch ehrenamtlichen) Vorstände unterstützt. Die Arbeitsgruppen in den einzelnen Vorstandsbereichen bilden dazu den richtigen Rahmen. In den Mitgliederinformationen (newsletter für Mitglieder) bitten wir auch immer um aktuell erforderliche Unterstützung.

III. Finanzen

III. Finanzen

1. Wozu wird das Geld aus den gezeichneten Anteilen verwendet?

1. Wozu wird das Geld aus den gezeichneten Anteilen verwendet?

Das Geld aus den gezeichneten Anteilen wird zum Bau und Betrieb von Erneuerbaren Energien-Anlagen in Stuttgart und der Region verwendet.

2. Muss eine bestimmte Gründungssumme erreicht werden damit die BürgerEnergie Stuttgart eG mit dem Bau von Anlagen beginnen kann?

2. Muss eine bestimmte Gründungssumme erreicht werden damit die BürgerEnergie Stuttgart eG mit dem Bau von Anlagen beginnen kann?

Nein. Bei der Gründung wurde keine Gründungssumme festgelegt. Die bis Dezember 2009 gezeichneten Genossenschafts-Anteile reichen zur Finanzierung der ersten Photovoltaik - (PV) Anlage.

3. Was kostet ein Anteil und wie viele Anteile kann man erwerben?

3. Was kostet ein Anteil und wie viele Anteile kann man erwerben?

Ein Geschäftsanteil kostet 100 €. Weitere Geschäftsanteile können erworben werden.
Die Anzahl der Geschäftsanteile je Mitglied ist nicht begrenzt. Jede Aufstockung von Geschäftsanteilen muss vom Vorstand genehmigt werden.

4. Kann man Anteile später aufstocken?

4. Kann man Anteile später aufstocken?

Eine Aufstockung von Geschäftsanteilen ist jederzeit möglich. Ein entsprechendes Formular kann im Mitgliederbereich unter "allgemeine Unterlagen" heruntergeladen werden.

5. Kann eine Dividende garantiert werden?

5. Kann eine Dividende garantiert werden?

Die BürgerEnergie Stuttgart eG hat das Ziel, Überschüsse zu erwirtschaften. Die Einspeisevergütung ist im Erneuerbaren Energien Gesetz für 20 Jahre festgelegt. Photovoltaikprojekte sind technisch und wirtschaftlich betrachtet Niedrig-Risiko-Projekte. Bei Einsatz dieser Technologie kann mit einem Überschuss gerechnet werden.

6. Wie hoch ist die Dividende üblicherweise?

6. Wie hoch ist die Dividende üblicherweise?

Bei Genossenschaften steht die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder im Vordergrund, dies bedeutet Nutzerorientierung statt Kapitalorientierung. Die Mitglieder entscheiden bei der jährlich stattfindenden Generalversammlung über die Verwendung der Überschüsse (§ 44 der Satzung der BürgerEnergie Stuttgart eG).

7. Wie hoch ist die Verzinsung meiner Geschäftsanteile pro Jahr?

7. Wie hoch ist die Verzinsung meiner Geschäftsanteile pro Jahr?

Die Mitglieder entscheiden bei der jährlich stattfindenden Generalversammlung über die Verwendung der Überschüsse (§ 44 der Satzung der BürgerEnergie Stuttgart eG). Wurden im vorangegangenen Geschäftsjahr Überschüsse erzielt, kann mit einer Ausschüttung gerechnet werden.

8. Werden die Überschüsse komplett ausgeschüttet oder werden sie reinvestiert?

8. Werden die Überschüsse komplett ausgeschüttet oder werden sie reinvestiert?

Die Mitglieder entscheiden bei der jährlich stattfindenden Generalversammlung über die Verwendung der Überschüsse, sowie über die Deckung eines Jahresfehlbetrages. Die Satzung schreibt vor, dass eine gesetzliche Rücklage von mindestens 1% des Jahresüberschusses zur Deckung von Bilanzverlusten gebildet werden muss, bis die Rücklage 1% der Bilanzsumme erreicht (§§ 38, 44, 45 der Satzung der BürgerEnergie Stuttgart eG).

9. Wie schnell bekomme ich mein investiertes Geld zurück?

9. Wie schnell bekomme ich mein investiertes Geld zurück?

Der Erwerb von Geschäftsanteilen einer Genossenschaft ist eine langfristige Anlageform. Nach § 5 Abs. 2 der Satzung der BürgerEnergie Stuttgart eG können Geschäftsanteile zum Schluss eines Geschäftsjahres unter Einhaltung einer Frist von 12 Monaten gekündigt werden.
Daraus ergibt sich eine Kündigungsfrist von 12 – 24 Monaten.

10. Was passiert, wenn sehr große Einlagen gekündigt werden?

10. Was passiert, wenn sehr große Einlagen gekündigt werden?

Um die Liquidität der Genossenschaft nicht zu gefährden, darf das Mindestkapital der Genossenschaft durch Kündigung einzelner Anteile mindestes 95% des Anlagevermögens des letzten Bilanzstichtages nicht unterschreiten (§37, Abs. 7 der Satzung). Diese Vorschrift kann eine Auszahlung von gekündigten Geschäftsanteilen verzögern.

11. Werden Gewinne aus den Anteilen dem Finanzamt gemeldet und müssen diese versteuert werden?

11. Werden Gewinne aus den Anteilen dem Finanzamt gemeldet und müssen diese versteuert werden?

Nur die Gesamtheit aller Anteile wird dem Finanzamt von der BürgerEnergie Stuttgart eG im Rahmen des Jahresabschlusses als Eigenkapital der Genossenschaft mitgeteilt. Die Verteilung der einzelnen Anteile auf die Genossenschaftsmitglieder nicht. Wenn Gewinne erzielt werden und die Generalversammlung entscheidet diese auszuzahlen, müssen diese dem Finanzamt gemeldet und versteuert werden. Evtl. empfiehlt es sich, steuerfachlichen Rat einzuholen, um dies situationsbezogen zu beurteilen.

12. Wird der einbezahlte Anteil bei Kündigung sicher zurück bezahlt? Mit Gewinn? Wie hoch ist dieser?

12. Wird der einbezahlte Anteil bei Kündigung sicher zurück bezahlt? Mit Gewinn? Wie hoch ist dieser?

Die Zeichnung von Geschäftsanteilen einer Genossenschaft ist eine Unternehmensbeteiligung. Gewinne können nicht garantiert werden, ebenso wie eine Aktiengesellschaft nicht den Kurs einer Aktie zu einem Zeitpunkt garantieren kann. Im Jahr 2009 wurde und voraussichtlich auch in 2010 wird bedingt durch den Aufbau der Genossenschaft und den allmählichen Zubau an Energieerzeugungsanlagen zunächst ein negatives Betriebsergebnis erzielt. Wir planen, die Gewinnzone in 2011 zu erreichen und in den Folgejahren den Gewinn zu steigern. Wenn die Mitgliedschaft gekündigt wird, erfolgt die Auseinandersetzung nach §10 unserer Satzung. Darin ist festgelegt, dass der festgestellte Jahresabschluss des Jahres maßgeblich ist, in dem der Austritt aus der Genossenschaft erfolgt. Verlustvorträge sind nach dem Verhältnis der Geschäftsanteile zu berücksichtigen. In diesem Fall können die Geschäftsanteile nicht in voller Höhe zurückgezahlt werden. Die Beteiligung an einer Genossenschaft ist so gesehen, wie es auch unserer Philosophie entspricht, langfristig gedacht. Auf Grund der strengen Gesetzgebung und der vorgeschriebenen regelmäßigen Prüfung der Genossenschaft durch einen Prüfungsverband kannn diese Anlageform als vergleichsweise sicher angesehen werden. Eine positive Geschäftsentwicklung im Wachstumsmarkt regenerative Energie und mittelfristig daraus resultierende Gewinne sehen wir als wahrscheinlich an.

IV. Risiken

IV. Risiken

1. Wie sicher ist mein Geld in der Genossenschaft?

1. Wie sicher ist mein Geld in der Genossenschaft?

Photovoltaikanlagen sind technisch ausgereift, zuverlässig und nahezu wartungsfrei. Das Erneuerbare Energien Gesetz garantiert eine Einspeisevergütung über 20 Jahre, was eine zuverlässige und sichere Kalkulation ermöglicht. Dies gilt ebenso für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.

2. Was kann im schlimmsten Fall passieren?

2. Was kann im schlimmsten Fall passieren?

Im schlimmsten Fall haftet jedes Mitglied der BürgerEnergie Stuttgart eG mit seinen Anteilen. Eine Nachschusspflicht der Mitglieder besteht nicht.

V. Technik

V. Technik

1. Welche Lebensdauer hat eine Photovoltaik-Anlage?

1. Welche Lebensdauer hat eine Photovoltaik-Anlage?

Bei Alterung haben Solarmodule einen Verlust an Wirkungsgrad. Hersteller von Solarmodulen geben eine Leistungsgarantie von 90 % auf 10 Jahre und von 80 % auf 25 Jahre. Die Lebensdauer von Solarmodulen ist erfahrungsgemäß länger. Der Hersteller der verwendeten Wechselrichter garantiert eine Lebensdauer seiner Produkte von mindestens 10 Jahren. Insgesamt rechnet man bei Photovoltaik-Anlagen mit einer Lebensdauer von über 30 Jahren.

2. In welchem Zeitraum amortisiert sich eine Photovoltaik-Anlage?

2. In welchem Zeitraum amortisiert sich eine Photovoltaik-Anlage?

Hier unterscheidet man zwischen energetischer und wirtschaftlicher Amortisation.
Die Energetische Amortisationszeit beschreibt die Zeit, die eine Photovoltaik-Anlage betrieben werden muss, um die zur Herstellung aufgewendete Energie wieder zu erzeugen.
Die Energetische Amortisationszeit hängt ab von der Intensität der Sonneneinstrahlung, dem Wirkungsgrad der Photozellen, sowie dem energetischen Aufwand zur Herstellung der Solarmodule, Montagesystem und Wechselrichter, dem Aufwand für die Installation und Anschluss an das öffentliche Netz. In Süddeutschland beträgt die energetische Amortisationszeit von Photovoltaik-Anlagen mit monokristallinen Solarmodulen etwa 5 Jahre.

Die wirtschaftliche Amortisationszeit beschreibt die Zeit, die eine Photovoltaik-Anlage Erträge erwirtschaften muss, um die Investitionskosten und Betreiberkosten zu neutralisieren. Die wirtschaftliche Amortisation liegt bei etwa 10 Jahren.
Sinkende Preise für Solarmodule verkürzen die wirtschaftliche Amortisation. Andererseits verlängert sich die wirtschaftliche Amortisation durch die Senkung der EEG-Vergütung. Beide Effekte kompensieren sich in etwa.

3. Welche anderen erneuerbaren Energien werden außer Photovoltaik unterstützt?

3. Welche anderen erneuerbaren Energien werden außer Photovoltaik unterstützt?

Die BürgerEnergie Stuttgart eG plant in Zukunft Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Betrieb zu nehmen, Wind-, Wasser-, und Biomasse-energie zu nutzen, Geothermie und innovative Energie-Pilotprojekte zu unterstützen, je nach Eignung und Stand der Technik.

4. Von welchen Herstellern kommen die Zellen/Module?

4. Von welchen Herstellern kommen die Zellen/Module?

Wir sind nicht auf bestimmte Modul-Hersteller festgelegt, die Produkte müssen allerdings unseren technischen Leitlinien entsprechen.

Das sind:

  • IEC 61215
  • Leistungsgarantie 25 Jahre
  • Toleranz max. +/- 5%
  • Produktgarantie > 5 Jahre auf Material und Verarbeitung
  • Hersteller hat eine Niederlassung in Deutschland
  • Garantie für Austauschservice für defekte Module innerhalb von 2 Tagen

Bei etwa gleichem Preis/Leistungsverhältnis bevorzugen wir Module aus deutscher Produktion. Bei Wechselrichtern und Kommunikation wird die Technologie von SMA eingesetzt.

VI. Dächer und Dachflächen

VI. Dächer und Dachflächen

1. Benötigt die BürgerEnergie Stuttgart weitere Dachflächen und können Eigenheimbesitzer ihre Dachfläche für die Ausrüstung mit einer PV-Anlage zur Verfügung stellen?

1. Benötigt die BürgerEnergie Stuttgart weitere Dachflächen und können Eigenheimbesitzer ihre Dachfläche für die Ausrüstung mit einer PV-Anlage zur Verfügung stellen?

Besitzen Sie geeignete Dachflächen und haben Interesse an einer Zusammenarbeit mit der BürgerEnergie Stuttgart eG, können Sie sich mit uns gerne in Verbindung setzen (z.B. per eMail an technik@be-stuttgart.de). Geeignete Dachflächen sind Schrägdächer ab einer Nutzfläche von ca. 200 m² bzw. Flachdächer ab ca. 500 m².

2. Welche Eigenschaften muss eine geeignete Dachfläche für den Betrieb einer Photovoltaik-Anlage aufweisen?

2. Welche Eigenschaften muss eine geeignete Dachfläche für den Betrieb einer Photovoltaik-Anlage aufweisen?

Die Tauglichkeit eines Daches hängt von der Tragfähigkeit, Dachschräge, Ausrichtung und der Verschattung durch andere Gebäude oder Bäume ab.
Das Dach sollte in einem guten baulichen Zustand sein, um eine Dachsanierung über die Laufzeit einer Photovoltaik-Anlage von 20 Jahren zu vermeiden. Es muss über eine ausreichende statische Tragfähigkeit zur Aufnahme der Solarmodule und deren Montagesystem verfügen. Schrägdächer sollten im Idealfall nach Süden ausgerichtet sein, aber auch Südwest- und Südost-Ausrichtungen sind möglich. Die Mindestfläche bei Schrägdächern sollte 200 m² betragen.
Auf Flachdächern können Solarmodule problemlos nach Süden ausgerichtet werden. Damit die Solarmodule sich nicht gegenseitig verschatten, sollte die Mindestfläche ca. 500 m² betragen.
Die Begutachtung vor Ort und die Statikprüfung wird von der BürgerEnergie Stuttgart eG übernommen.

VII. Öffentlichkeitsarbeit

VII. Öffentlichkeitsarbeit

1. Wo erfahre ich etwas über die aktuellen Aktivitäten und Veranstaltungen der BürgerEnergie Stuttgart eG?

1. Wo erfahre ich etwas über die aktuellen Aktivitäten und Veranstaltungen der BürgerEnergie Stuttgart eG?

Im Internet unter der Adresse www.be-stuttgart.de finden Sie Aktivitäten und Veranstaltungen. Hier werden auch Dokumente zum Download und zur weiteren Verbreitung bereitgestellt.

2. Kann man die BürgerEnergie Stuttgart eG zu einem Vortrag einladen?

2. Kann man die BürgerEnergie Stuttgart eG zu einem Vortrag einladen?

Die BürgerEnergie Stuttgart eG freut sich über Einladungen zu Vorträgen und Info-Veranstaltungen zum Thema Erneuerbare Energien, Energie-Genossenschaften und Energie-Wende. Bitte wenden Sie sich im konkreten Fall unter Angabe des Veranstalters, des gewünschten Themas und Termins per eMail an info@be-stuttgart.de.

VIII. Kooperationen

VIII. Kooperationen

1. Ist die BürgerEnergie Stuttgart eG im Allgemeinen an Kooperationen mit Organisationen und Genossenschaften im Bereich Erneuerbare Energien interessiert?

1. Ist die BürgerEnergie Stuttgart eG im Allgemeinen an Kooperationen mit Organisationen und Genossenschaften im Bereich Erneuerbare Energien interessiert?

Ja, die BürgerEnergie Stuttgart eG ist an Kooperationen mit Organisationen und Genossenschaften im Bereich Erneuerbarer Energien interessiert.

2. Wie wird die BürgerEnergie Stuttgart eG mit möglicherweise gegründeten Stadtwerken Stuttgart zusammenarbeiten?

2. Wie wird die BürgerEnergie Stuttgart eG mit möglicherweise gegründeten Stadtwerken Stuttgart zusammenarbeiten?

Sollte sich in Stuttgart neue Stadtwerke gründen, ist die BürgerEnergie Stuttgart eG grundsätzlich an einer Zusammenarbeit interessiert.

3. Strebt die BürgerEnergie Stuttgart eG eine Zusammenarbeit mit Ökostrom-Anbietern an?

3. Strebt die BürgerEnergie Stuttgart eG eine Zusammenarbeit mit Ökostrom-Anbietern an?

Die BürgerEnergie Stuttgart eG verfolgt das Ziel, den Genossenschafts-Mitgliedern attraktive Stromtarife anzubieten. Hier sind auch Kooperationen mit Anbietern von Strom aus Erneuerbaren Energien-Anlagen möglich.

4. Strebt die BürgerEnergie Stuttgart eG eine Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart an?

4. Strebt die BürgerEnergie Stuttgart eG eine Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart an?

Die BürgerEnergie Stuttgart eG möchte ein Partner für die Stadt Stuttgart sein, um deren großen Bestand an Gebäuden für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und Anlagen mit hoher Energieeffizienz zu nutzen. Damit könnte die Stadt ihre Vorbildfunktion übernehmen und ihre selbst gesteckten und bundesweiten Klimaschutzziele erreichen.

IX. Strombezug

IX. Strombezug

1. Ab wann kann ich meinen Strom von der Genossenschaft beziehen?

1. Ab wann kann ich meinen Strom von der Genossenschaft beziehen?

Im dritten Quartal 2014 startete die BürgerEnergie Stuttgart eG als Stromanbieter für BürgerStrom aus erneuerbaren Quellen: 100% Ökostrom von Bürgern für Bürger. Unser Partner – und zuständig für die Administration und Abwicklung – sind die Bürgerwerke eG, Heidelberg. In den Bürgerwerken haben sich unabhängige Energiegenossenschaften zusammengeschlossen, um gemeinsam den selbst produzierten Strom zu vermarkten. Weitere Infos zum BürgerStrom...

XI. Energiepolitik

XI. Energiepolitik

1. Was sind Erneuerbare Energien?

1. Was sind Erneuerbare Energien?

Erneuerbare Energien nutzen die Primärenergiequelle Sonne.
Photovoltaik, Solarkonzentration oder Solarthermie nutzen unmittelbar die Sonneneinstrahlung zur Erzeugung von Strom oder Wärme.
Aus der Sonnenenergie abgeleitete weitere nutzbare erneuerbare Energiequellen sind Wasser, Wind und Biomasse.
Wasserkraftwerke und Windkraftwerke erzeugen Strom aus Wasser bzw. Wind.
Aus Biomasse wird z.B. Biogas hergestellt, die Verbrennung von z.B. Holz oder Biogas in BHKWs erzeugt Wärme und Strom.
Biomasse ist CO2 neutral, da bei der Verrottung oder Verbrennung von Pflanzen nur soviel CO2 freigesetzt wird, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aus der Luft aufgenommen haben. Werden die abgeernteten Flächen wieder bepflanzt, so schließt sich der CO2-Kreislauf sofort, da die neuen Pflanzen das CO2 der verbrannten Biomasse beim Wachstum wieder aufnehmen.
Alle Kraftwerke haben gemeinsam, dass sie Sonnenenergie als Quelle nutzen, die ständig im Überfluß vorhanden ist.

2. Warum Erneuerbare Energien?

2. Warum Erneuerbare Energien?

Für den Einsatz von Erneuerbaren Energien gibt es viele Gründe. Die wichtigsten werden hier genannt.
Fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Erdgas basieren auf organischen Kohlenstoff-Verbindungen. Sie sind über Millionen von Jahren durch die Ablagerung von tierischen und pflanzlichen Überresten entstanden. Auch diese Biomasse hat in ihrer Entstehung CO2 aufgenommen, und der Atmosphäre entzogen. Durch die Einlagerung dieses Kohlenstoffs in Form von Kohle, Öl oder Gas unter der Erde, ist die für den Menschen notwendige heutige CO2-Luft-Konzentration entstanden.
Bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Erdgas wird das eingelagerte Kohlendioxid (CO2) wieder freigesetzt, die Konzentration in der Luft nimmt zu. Die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre ist seit der Verbrennung von fossilen Brennstoffen mit Beginn der Industrialisierung von 280 ppm auf 380 ppm gestiegen (ppm: parts per million; Teilchen pro Million Teilchen).
Die Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre wird für die globale Erderwärmung verantwortlich gemacht.
Fossile Brennstoffe sind endliche Ressourcen und werden bis zum Ende des 21. Jahrhunderts erschöpft sein. Die Ressourcenknappheit führt zu weiter steigenden Preisen in der Energieversorgung.

Der Einsatz von Erneuerbaren Energien

  • trägt zum Klimaschutz bei, da bei der Stromerzeugung kein Kohlendioxid freigesetzt wird, bzw. nur genau soviel, wie im Laufe des Wachstums z.B. eines Baumes direkt wieder gebunden wird (kurzfristiger CO2-Kreislauf).
  • macht uns unabhängig von Öl- und Gasimporten. Mit (direkter und indirekter) Sonnenenergie kann unsere Energieversorgung gesichert werden.
  • stärkt die regionale Wertschöpfung. Unser Geld bleibt in der Region und fließt nicht ins
  • Ausland durch den Einkauf von Öl und Gas.
  • sichert regionale Arbeitsplätze. Deutschland ist Weltmarktführer in Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien. Die dezentralen Anlagen werden von regionalen Mittelständischen Unternehmen installiert und gewartet.
  • verringert die technischen Risiken bei der Stromerzeugung im Vergleich zu Kernkraftwerken und anderen Großkraftwerken.

3. Warum dezentrale Energieversorgung?

3. Warum dezentrale Energieversorgung?

Bei der Stromerzeugung muss die vorhandene Primärenergie, wie Öl, Kohle, Gas, besser genutzt werden, um klimaschädliche CO2 Emissionen zu vermeiden.
Der Wirkungsgrad der Wandlung von Primärenergie zu Strom von konventionellen Großkraftwerken liegt bei ca. 30 %. Die restlichen ca. 70 % der Energie geht als Kraftwerksabwärme verloren, die in Kühltürmen oder Flüssen ungenutzt abgeführt wird.

Weitere erhebliche Verluste entstehen durch die Übertragung im Stromnetz.
Bei einer dezentralen Energieversorgung wird Energie nicht in großen Kraftwerken erzeugt, sondern in vielen kleinen dezentralen Kraftwerken. Auch hier entstehen Energieverluste bei der Stromerzeugung und Übertragung. Diese können jedoch zumindest teilweise genutzt werden. Bei Blockheizkraftwerken (BHKWs) ist der Gesamtwirkungsgrad mit etwa 80 % mehr als doppelt so hoch wie bei Großkraftwerken. Es kann ca. 50 % Brennstoff, und somit auch CO2 eingespart werden. BHKWs erzeugen Strom aus brennbaren Energieträgern, die Abwärme wird zur Heizung und Brauchwassererwärmung verwendet.
Wird Sonnenenergie direkt genutzt (PV oder Solarthermie), so spielen die Verluste keine Rolle, da Sonnenenergie kostenlos und im Überfluss vorhanden ist.

Vorteile einer dezentralen Energieerzeugung:

  • Durch den Ausbau von vielen dezentralen Kraftwerken, kann auf Großkraftwerke verzichtet werden. Der Einsatz von fossilen Brennstoffen kann reduziert werden.
  • Erheblich höhere Effizienz, da die Abwärme nicht an die Umwelt abgeführt wird, sondern sinnvoll zur Gebäudeheizung und für Warmwasser verwendet wird.
  • Wertschöpfung nicht durch wenige Großkonzerne sondern durch viele Kleinanlagenbetreiber.
  • Bei Ausfall eines dezentralen Kraftwerkes fällt nur ein sehr geringer Teil der Gesamtstromversorgung aus.
  • Gebiete, die nicht an ein öffentliches Stromnetz angeschlossen sind, können mit Elektrizität versorgt werden. Dies gilt vor allem für Entwicklungsländer.

4. Was unterscheidet die BürgerEnergie Stuttgart eG von großen Energiekonzernen (EON, EnBW, RWE, Vattenfall)?

4. Was unterscheidet die BürgerEnergie Stuttgart eG von großen Energiekonzernen (EON, EnBW, RWE, Vattenfall)?

Bürger stehen in zunehmendem Maße der Energiepolitik der großen (Atom-) Konzernen kritisch gegenüber. Die Versorgung mit Energie aus dem Ausland, sowie die Verwendung von Kernenergie birgt ein unkalkulierbares Risiko.
Die BürgerEnergie Stuttgart eG bietet eine zukunftssichere Alternative, um die Deckung des lokalen Energiebedarfs in Zukunft zu sichern und die regionale Energie-Unabhängigkeit zu unterstützen. Hierbei wird nicht nur auf finanziellen Gewinn geachtet, sondern genauso auf Umweltverträglichkeit und regionale Wertschöpfung durch die Bürger.

5. Wie sicher ist die Förderung durch das Erneuerbare Energien Gesetz?

5. Wie sicher ist die Förderung durch das Erneuerbare Energien Gesetz?

Der Klimawandel, die unkontrollierbare Atomenergie und das Wachstum der Branche Erneuerbare Energien machen es unwahrscheinlich, dass das Erneuerbare Energien Gesetz gekippt wird.
Die Einspeisevergütung wird jedes Jahr für neue Anlagen in dem Verhältnis verringert, in dem die Erzeugung von erneuerbarer Energie billiger wird. Somit scheint die Investitionssicherheit zumindest für die nächsten Jahre gegeben.
Für bestehende Anlagen besteht Rechtssicherheit, diese erhalten garantiert für 20 Jahre eine unveränderte Einspeisevergütung.